
“Mit einer handwerklichen Ausbildung hat man immer was zu essen” war auch eine Überzeugung meiner vom Krieg geprägten Eltern, weil ich nun so gar nicht Medizin studieren wollte, wie sie es gerne gesehen hätten (vom NC einmal abgesehen) und sie verhandelten eine Lehre in einem “high-genre-Betrieb” für mich. Ob nun rebellisch oder von Natur aus kreativ, in den 68er Jahren formte sich mein Leben. Die Uni war schon damals ein Melting-Pot vieler Nationalitäten und nachdem ich den grad. Designer in der Tasche hatte, zwei Jahre noch Praxis ansammelte, folgte ich meinem Mann in den Iran. Dem Prinzip von Emotion gleich Motion folgend, erlernte ich ruckzuck eine völlig andere Sprache; respektierte neue und andere Verhaltensweisen und wurde mit ebensolchen Respekt gewürdigt. Als geborene Schützin machte ich meinem Sternzeichen alle Ehre. Ob in der riesigen Stadt Teheran, in der Wüste oder am Kaspischen Meer- ich genoss das Neue mit wachsendem Interesse. In der Zeit der iranischen Revolution hieß es dann, von hundert auf null herunter zu schrauben und der 1980 beginnende Krieg war mein erstes Überlebenstraining. Alles in Allem eine Zeit, in der ich meine Fähigkeiten für interkulturelles Management unter Beweis stellen konnte, zwischen verschiedenen Kulturen vermittelte und Krisenmanagement life erlebte. Der Grundstein für das Interesse an unterschiedlichen Menschentypen und Verhaltensweisen ist hier gelegt worden. Zu Viert und mit vier Koffern begann 1983 einen neues Leben in Deutschland. Als Mutter von drei Kindern kenne ich die Doppelbelastungen, weiß um die täglichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu steigern, ohne die Gesundheit zu gefährden und in allen Lebenslagen den Humor zu bewahren, eben elegant zu surfen... ...mit einem Lächeln.
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