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Eine Woche allein auf dem Segelboot

Eine Woche allein auf dem Segelboot? Meine 4 erstaunlichen Erkenntnisse vom Solo Retreat

Im Oktober war ich auf Fehmarn alleine auf einer Segeljacht und schrieb darüber. Hier nun meine Erkenntnisse.

1. Lass dich ein

Mein Wunsch, eine Zeit auf dem Boot zu verbringen, wurde mir erfüllt. Jubelnd bin ich an die Ostsee nach Fehmarn gefahren. Auch wenn es eine große Segeljacht ist, so ist es an Bord wesentlich enger als in einem Hotelzimmer. Mir wird alles erklärt, denn jeder Handgriff will bedacht werden. Nicht Wasser kochen und Handy zeitgleich im Stromnetz haben. 

Wie vorhergesehen und gewarnt, stürmt es, das Boot ruckelt, schaukelt, obwohl optimal im Hafen vertäut. Amüsiert nehme ich es als Unterstützung, eventuell aufkommende festgefahrene Situationen in meinem Leben leicht schaukelnd zu durchbrechen. 

Und auf die Natur habe ich mich eingelassen. Der Himmel ist mit dramatischen Wolkenformationen verhangen, die brausenden Wellen toben und auf meinem Weg am Strand, werde ich mal geschoben, mal stemme ich mich gegen den Wind vorwärts. Selbst bei Regen zieht‘s mich raus. 

Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie allmählich mein fast unaufhörliches Geplapper im Kopf weniger wird. Mit der strahlenden Sonne verschwinden Stress und Sorgen immer mehr Freude und Dankbarkeit treten an die Stelle. Natur ist wirklich ein Lebenselixier. 

2. Absicht vs. Loslassen

Für diese eine Woche hatte ich mir vorgenommen, bestimmte Themen, die mich beschäftigten, zu reflektieren. Doch wie vom Winde verweht, zeigte sich etwas ganz anderes als ursprünglich beabsichtigt. Für alle Fälle hielt ich sie schriftlich fest und akzeptierte das, was angegangen werden wollte. Aber mein Verstand wollte sofort die Lösung. 

Doch die Dinge regeln sich meistens von selbst, wenn wir entspannt sind, dann tauchen plötzlich die Antworten auf, auf die wir gewartet haben und geben uns die Lösung, nach der wir gesucht haben. Um da hin zu kommen, bedarf es einiger Arbeit. Und das heißt, nach Innen gehen. Dabei halfen mir zum Glück meine eigenen Tools, meine Yogapraxis, Meditation, der Zeitraum und die Natur - kraftvoll, facettenreich, mit ihrem verlässlichen Rhythmus, immer präsent, Vertrauen erweckend und stärkend. 

3. Klarheit gewinnen

Der Abstand von meinem gewohnten Umfeld war dringend nötig. Ich konnte mich von all den Dingen und Situationen zurückziehen, die mich im täglichen Leben belasten, deren Wucht mir dadurch erst bewusst wurde. Ich funktionierte, befand mich wie im Vakuum und spürte auf einmal, wie mir der tiefere Sinn meiner Lebensaufgabe abhanden gekommen war.                                                                                                                

Stundenlang wanderte ich, schaute auf das Wasser, versank im Horizont, beobachtete die Möwen, ließ den Sand durch meine Finger rieseln, staunte über Surfer, aß irgend etwas, wenn ich Hunger hatte. Damit einhergehend, findet automatisch Reflexion statt; Filter, Bewertungen werden bewusst. Und dann dieser Moment, wenn du das Vakuum hinter dich lässt, der so befreiend wirkt und verhindernde Gedanken vernichtet. Alles ist im gegenwärtigen Moment, weder im Gestern noch im Morgen. Das hat mich demütig gemacht und dankbar. Es fühlt sich wieder verbunden an, mit den Pflanzen, den Lebewesen, den Elementen, mit mir. Das Grundbedürfnis von Freude und Leichtigkeit ist genährt, das Wesentliche ist sichtbar und klar.

4. Zusammenfassend

Es war eine intensive Woche obwohl so wenig passiert ist. Den Sinn wieder entdeckt zu haben, das zu tun, was ich wirklich will und womit ich ein echter Beitrag sein kann - beruflich und privat – ist unglaublich belebend.

In unseren Retreats verzichten die Teilnehmenden auf elektronische Geräte und auch mir blieb nichts anderes übrig, obwohl ich dachte, ich könnte ja die Zeit nutzen - aber es gab keinen Internetzugang. Das fiel mir nicht leicht.

Was ich sehr gerne gehabt hätte, wäre das Leben auch zu schmecken. Diese leichten Köstlichkeiten von unserem Koch Sam regelmäßig zubereitet, "und deine Geschmacksnerven feiern ein Fest." 

In dem Alleinsein die Stille zuzulassen führte über die tägliche Praxis, auspowern am Strand, meditieren, wie Thich Nhat Hanh sagt, „pflanze ein Lächeln“ zu langsam abnehmenden Selbstgesprächen in die Ruhe. Wertvoll war für mich der Austausch zum Ende hin mit Frauke. Bootsbauerin, eine junge wundervolle Frau, die vor Ort lebt und sich bei Bedarf um die Segeljacht kümmert. Miteinander sprechen, neue Sichtweisen mitteilen, ausprobieren, gemeinsam Ideen fließen lassen, sich erden, genau das, wofür in unseren Retreats Raum ist. Wo wir auch um das Feuer herum sitzen, einander zuhören, geschehen lassen, Unnützes abgeben und prasselnde Lebensenergie empfangen.

Ich bin gerne nach Hause gefahren, ganz langsam. Wie unsere Retreatler es immer sagen, bin auch ich in den Genuß gekommen, dass mein Umfeld mein Strahlen und meine Ruhe kommentiert hat: "Was hast du denn gemacht?" Mit einem weiten Herzen, entscheidungsfähig, kreativ, inspiriert und fokussiert  bin ich mit Begeisterung und einer größeren Wertschätzung für das Leben zurück in die äußere Welt gekommen. Leadership Growth eben. 

Danke.
Moin und herzliche Grüße, Christiane


Geschrieben und erstmals veröffentlicht am 24.November 2021

Christiane Amini, seit 1997 Gründerin von IQM-INNER QUALITY MATTERS, Trainerin und Mentorin für bewusste Führung und Persönlichkeitsentwicklung. Sie ist Rednerin, Buch Autorin, Trainerin für visionäre Führungskräfte und UnternehmerInnen. Mutter von drei erwachsenen Kindern.

Christiane hat von 1975 bis 1983 im Iran drei Epochen erlebt: Schahzeit, Revolution und Krieg. Sie ist eine erprobte Krisenmanagerin und begleitet Menschen in Veränderungsprozessen. Weil sie um die Herausforderungen des täglichen Lebens weiß, hat sie 1997 die Leadership Retreats entwickelt in denen seit 2012 jährlich in Folge Menschen in einer Woche ihre Ressourcen wieder beleben.

Was passiert, wenn die Oberflächlichkeit geht

Was passiert, wenn die Oberflächlichkeit geht

Eine Idee für Führungskräfte

Christiane Amini über das Ende des Vakuums, der Oberflächlichkeit und dem Mut zur eigenen Geschichte und Wahrheit.

Wir sind spätestens durch die aktuelle Pandemie in einem selten dagewesenen Vakuum. Es scheint, als wüssten wir nicht nur nicht, wie wir uns entscheiden sollten, sondern über was.

Wir sind spätestens durch die aktuelle Pandemie in einem selten dagewesenen Vakuum. Es scheint, als wüssten wir nicht nur nicht, wie wir uns entscheiden sollten, sondern über was.

Abgesehen von den großen sozialen Themen der heutigen Zeit und wie wir als Gesellschaft leben wollen, erleben Menschen generell und in der Führung eine spezielle Form der Einsamkeit und des Vakuums. Freilich darf jeder in seinem Kokon, in der Oberflächlichkeit und in der erfahrenen Sozialisierung bleiben.

Es darf aber auch jeder aus all dem herauskommen und herauswachsen und wieder in den Kontakt mit sich und anderen und in die Bewegung gelangen. 

Das neue Mantra lautet: „Ich darf mir beim Sortieren helfen lassen, ich muss das nicht alles allein hinbekommen, ich kann aufhören mich selbst und andere zu missbrauchen und beginnen zu Co-kreieren. 

Viele Führungskräfte meinen, sie müssten alles allein hinbekommen.  Das ist aber ein Trugschluss. Vielmehr geht es darum, die eigene neue Geschichte zu schreiben und Wahrheit zu leben. Den Moment des Vakuums hinter uns zu lassen, wirkt befreiend und vernichtet verhindernde Gedanken. So kommen wir aus der Unfähigkeit zur Bewegung ins Tun.

Nur im Miteinander und im Austausch und mit der gegenseitig gegebenen Genehmigung und dem Eingeständnis fehlbar sein zu dürfen entsteht Raum für Neues. Wir werden immer werten und damit auch abwerten, aber wir können lernen, dass niemand von uns seine Themen allein hinbekommen muss.

Gemeinsam sortieren, gemeinsam erarbeiten, gemeinsam bei Entscheidungen zu unterstützen, genau das ist Inhalt meiner Retreats, die wirklich erlebte Gemeinsamkeit und das Miteinander in einem geschützten Raum.

Ich finde, nie war mehr Anfang als Jetzt.

Coaching Tool Box

Zum Wochenbeginn die Inspiration aus meiner Coaching Tool Box

Wie du es schaffst, deine Emotionen ins Gleichgewicht zu bringen?

Sollte man seine Gefühle nehmen, wie sie kommen, oder ist es angebracht, sie zu regulieren?

Eins steht fest, sie zu unterdrücken und zu verleugnen führt irgendwann zur Explosion.

Innerlich wie äußerlich. Das permanente Sauersein über sich oder jemanden, fördert ein saures Milieu im Körper. Krankheiten entwickeln sich oder unterschwellige Aggressionen entladen sich plötzlich.

Wie wäre es, wenn du die Intensität aus deinen Gefühlen herausnehmen könntest?

Wie wäre es, wenn du ein Gespür und Verständnis für deine Gefühle entwickeln könntest, um sie als solches anzunehmen, dich weder zu verurteilen noch zu weigern?

1. Denke nur mal an belastende Situationen, Druck, Stress, Kritik, Ängste o.ä. die dich schlecht fühlen lassen - du immer wieder ins Grübeln kommst... 

Hier ein Ministepp aus dem komplexen System der Emotionen:

2. Erlaube dir jetzt wahrzunehmen, was du zu einer bestimmten Situation wirklich fühlst: Gleichgültigkeit? Häme, Feindseligkeit? Zorn? Trauer? Angst? Unsicherheit? Widerstand? Groll? Trennung? oder anderes?

Atme. Sprich das Gefühl aus: Ich fühle....(mich verlassen, übersehen, verängstigt, traurig, wütend...) 

3. Sprich es aus, während du deine Augen in alle Augenblickrichtungen drehst:

Nach oben, atme, nach oben links, atme, nach links, atme, nach unten links, atme, nach unten, atme, nach unten rechts, atme, nach rechts, atme nach oben rechts, atme.

Spüre nach.

4. Hat sich in deinem Gefühl zu vorher etwas verändert?

Falls so, was?

Unterstützend kannst du jetzt sagen:

"Ich kann die Wahl haben, die ich haben will."

Auch 9X in alle Augenblickrichtungen. Atme. Spüre nach.

5. Was bewirkst du bei deinem Gegenüber?

Kurz zum Hintergrund: Indem du deine Augen in alle Richtungen drehst, dehnst du dadurch die kleinen feinen Augenmuskeln, die mit den Nervenzellen vernetzt sind und somit Blockaden freisetzen können.

(Nach OneBrainSystem, Neurobiologie)

Du willst mehr über "Emotionen, emotionale Kontrolle, Emotionale Intelligenz" wissen? Erfahren? Lernen? Melde dich gerne!

Christiane Amini beim Soloretreat an der Ostsee

Pandemie 2021 - Leadership Retreat wieder abgesagt – Zeit für mein Solo Retreat – eine Woche alleine auf dem Segelboot

An die Ostsee zog es mich. Da wollte ich hin. Unbedingt. Die online Recherche für ein Domizil am Wasser ergab: alles ausgebucht bis Ende Oktober. Traurig oder hineinentspannt, bin mir unsicher, was es war. Doch das Universum liefert. Die Botschaft muss einfach klar sein.

Da kam die Einladung. "Du kannst auf dem Boot wohnen"

What?? Wie kann es noch besser sein?

Ostsee und nicht nur am Wasser sondern direkt auf dem Wasser. Universum und ich sind das perfekte Team.

Zack, die Sachen ins Auto und los. Nach gut fünf Stunden bin ich da.

Nun bin ich ganz alleine hier. Es stürmt, wie vorhergesehen, das Boot ruckelt, schaukelt, obwohl optimal vertäut. Liegt sicher.

Der Himmel ist mit dramatischen Wolkenformationen verhangen, es stürmt, ich mach mich auf zum Strand, mal werde ich geschoben, mal stemme ich mich gegen den Wind vorwärts. Ich spüre und genieße, wie mein fast unaufhörliches Geplapper im Kopf weniger wird.

Geschützt und gemütlich ist es an Bord. Ich lese in meinem Buch und trotz dicker Bettdecke, friert mich. Ich orte neue Geräusche und irgendwann schaukeln mich die Minimalbewegungen des Bootes in sanften Schlaf.

Zehn Stunden habe ich durchgeschlafen. An meinen Fingern habe ich nachgezählt, ob es stimmte. So sehr ich mich bemühe, es fehlt mir die Erinnerung an 10 Stunden durchgehenden Schlaf.

Es regnet und ich kann an Bord bleiben, ist ja alles da. Allerdings auch eine Unruhe: Ich habe kein Internet.

Die großzügige Kajüte wird mir zu eng. Ich hülle mich in die Segelmontur und das, was gestern aus meinem Kopf rausgefegt wurde, wird nun auch gleich weggewaschen.

Ich treffe den Hafenmeister und frage nach Internetzugang. "Das funktioniert doch einwandfrei", meinte er- aber das Boot liegt wahrscheinlich zu weit draußen am Steg.

Mich hat die volle Kraft der Sucht nach dem Brummen der Informationen, die über die digitalen Autobahnen rasen, erwischt.

Zwei online Coaching Termine muss ich verschieben. Es gibt keinen Raum, wo ich arbeiten könnte. Dafür habe ich den weiten Blick aufs Meer. Ich liege auf Deck mit heißem Tee und versinke im GoldOrange der untergehenden Sonne. Ich lese, laufe zig Kilometer an den Stränden entlang. Stapfe durch den weichen Sand, bin irgendwann groggy, abgefüllt mit Sauerstoff und dem Wesentlichen - die Natur um mich herum.

Die Wolkendecke wurde zurückgeschoben, die Sonne strahlt und wärmt, das Wasser ist ruhig, still, man kann sich darin spiegeln.

Und da passiert’s: Die Seele braucht kein Make up. Tränen laufen vor Glückseligkeit.

Ich kann mit mir alleine sein. Wahrhaftig, wesentlich. Still, einfach, genussvoll, amüsiert, irre gut, reich.

Jetzt weiß ich, weshalb es mich an die Ostsee zog.

Unser Leadership Retreat wurde zwar wegen Covid19 wieder abgesagt- aber ich hatte mein ganz eigenes Retreat. Verdammt gut.

Es schaukelt noch sanft in mir und die Muscheln in meiner Hand sind mein Anker. Nach dem Motto, das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht. Fokus aufs Wesentliche- der Anfang ist JETZT. Let's celebrate life und Herzensdank für die Einladung!

3 Stepps – Energy booster für mehr Selbstvertrauen und Mut

3 Stepps – Energy booster für mehr Selbstvertrauen und Mut

Kaum auf der Welt oder bereits im Mutterleib, lernen wir jemand anderes zu sein, als wir es sind. Die Erwartungen zu erfüllen, sei es, ein Sohn oder eine Tochter zu sein, die Ehe zu kitten, pflegeleicht zu sein. Alle glücklich oder stolz zu machen, in der Schule zu den Besten zu gehören, Vergleichen standzuhalten. Und weil unsere Eltern unsere Meister und Autoritäten sind, tun wir alles, um dieses zu erfüllen, um dazuzugehören – um geliebt und anerkannt zu werden, um sicher und geborgen zu sein.

Wir zimmern uns ein Selbstbild zurecht, ziehen Mauern hoch und verbringen Jahrzehnte damit, dieses falsche Selbstbild zu schützen, während wir den wachsenden Schmerz in uns selbst vermeiden und sogar verleugnen. Diese selbstauferlegte Dissonanz auszuhalten ist anstrengend.
So zu tun, als wären wir das alles, was von uns gewünscht und gewollt ist, dieses Selbstbild aufrecht zu erhalten, kostet Kraft und ist immens anstrengend.

Der innere Zwiespalt, der Schmerz, die Angst.

Und um das nicht zu spüren, kompensieren die meisten Menschen diesen Zustand mit Essen, Alkohol, Drogen, Kaufen, Fernsehen mit Ablenkungen jeglicher Art und gerne auch mit Überarbeitung, denn das wird in der Gesellschaft akzeptiert. Es gibt sogar ein Label dafür: Workaholic.
Weitere willkommene Ablenkungen sind derzeit Persönlichkeitstypisierungen und Spiele, die in Social Media angeboten werden. Es ist lustig zu wissen, welches Auto man sein würde oder welches Tier.

Doch seit März 2020, durch Pandemie und einhergehendem Lockdown hervorgerufen, bot sich die Gelegenheit, einmal innezuhalten.
Wer hat das genutzt, in den Spiegel zu schauen, zu reflektieren? Über Job, Beziehung, Sinn, Essgewohnheiten, Gesundheit, Lebensfreude etc.

Licht an in der Box

Sich selbst, sein Denken, sein Handeln, die Situation, alles einmal zu beleuchten? Die gelegten hinderlichen Strukturen zu erkennen, bestenfalls sie zu verändern und ihnen nicht nur ein anderes Gewand zu verpassen? Die Barrieren fallen zu lassen, verletzlich zu werden-, sich zu erlauben, sich selbst nahezukommen.

Ok, es braucht Mut. Denn jede wichtige Veränderung beginnt mit MUT.

Meine Einladung: Reflektiere mit diesen wirkungsvollen 3 Stepps

  1. Erinnere eine Situation in deinem Leben, in der du dich als besonders mutig erlebt hast. Einen Augenblick oder eine Zeit, die nur du als besonders mutig gespürt hast und die nicht von anderen als mutig bewertet wurde.

  2. Nun beschreibe etwas aus deinem gegenwärtigen Leben im Job oder privat, das besser laufen könnte, wenn du mutig sein würdest. Du verfügst über den Mut, wie du oben – in deinem Beispiel - geschildert hast. Wie könntest du in der jetzigen Situation wieder zu diesem Mut finden?

  3. Außergewöhnlicher Mut ist bereits in dir vorhanden. Wie würdest du also das gleiche Maß an Mut, wie in deinem eigenen Beispiel oben beschrieben, auf diese aktuelle Situation anwenden? Was tust du von nun an, um immer wieder auf diesen Mut zurückgreifen zu können? Welche Wahl triffst du?

Ich hoffe sehr, dass dir die 3 Stepps auch so helfen, wie mir. Lass mich gerne wissen, was sie auch bei dir Gutes bewirkt haben. Freue mich, wenn‘s hilft.

Und falls du noch etwas tiefer einsteigen möchtest, bewirb dich gerne für ein 30 – minütiges Gespräch mit mir. Ist ja kostenlos.

Denn, alles, was wir erlebt haben, fusioniert mit einer Emotion und wird in unserem Unterbewusstsein abgespeichert. So eben auch mutig oder nicht mutig sein.
Wir treffen eine Wahl, kreieren ein Selbstgespräch und handeln entsprechend. Unangenehmes blenden wir aus, legen uns blinde Flecken und Blockaden ins Gehirn, wenn diese Erlebnisse nicht richtig verarbeitet wurden. Es gibt aber eine Möglichkeit, die beteiligten Emotionen zu identifizieren und aufzulösen, um mehr im Selbstvertrauen und somit auch mutig zu bleiben

Bist du bereit für neue Möglichkeiten?

Bewirb dich gerne für ein kostenloses 30-minütiges Gespräch: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Herzliche Grüße
Christiane Amini

„Sehen & Verstehen“: Interview mit Wiebke Tasch, styxme edtion. Teil 1

„Sehen & Verstehen“: Interview mit Wiebke Tasch, styxme edtion. Teil 1

Christiane Amini im Interview mit der Redakteurin und freien Autorin Wiebke von styxme zum Thema „Sehen & Verstehen“. Den kompletten Vortrag gibt es auch YouTube zu sehen.  

Du bist, was du geerbt und gelernt hast

Du bist, was du geerbt und gelernt hast

Als Grundausstattung bekommt jeder Mensch Fähigkeiten und Potentiale genetisch vererbt. Wie Gehirnforschung und Neurobiologie gezeigt haben, sind diese in seinen Gehirnzellen gespeichert. Im Laufe seines Lebens macht der Mensch Erfahrungen und lernt, gemeinhin als Sozialisation genannt. Auch die Sozialisation bildet Strukturen im Hirn. Somit sind die neurobiologischen Strukturen im Gehirn einerseits genetisch geprägt und andererseits Ergebnis von Lernprozessen. Im Guten wie im Schlechten.

Wenn Ererbtes und Gelerntes nicht zusammen passen

… das kapierst du nie … das schaffe ich nie … das kann ich nicht … dafür bist du nicht geeignet … ich sollte … in meinem Alter … das ist nichts für mich / dich …  etc.

Wer kennt solche Sätze nicht?

Im Laufe unserer Sozialisation hören wir solche und ähnliche Sätze ständig und vielfach verankern sie sich in uns und werden zu unseren Gewissheiten.

Solche Sätze sind dann falsch, wenn eine genetisch bedingte Fähigkeit vorhanden ist, aber unsere Umwelt uns (erfolgreich) weiß macht, genau dafür seien wir nicht geeignet. Was also, wenn in uns das Potenzial für Musikalität steckt, wir aber ständig hören, wie unmusikalisch wir sind?

Oder der Kandidat, der sich auf eine vakante Stelle bewirbt auf meine Frage, ob die Position denn seinen Talenten entspräche, antwortet, dass er diese Arbeit nun mal machen würde, weil alle Männer in der Familie diesen Beruf haben würden - wie der Vater. Dass er nun zum dritten Male eine neue Stelle sucht weil ihm gekündigt wurde, bringt er nicht in Verbindung mit ungelebten, unentdeckten Talenten.

Dergleichen gibt es viele Beispiele mehr. 

Ungleichgewicht nennt sich Stress

Wird das genetisch angelegte Potential aufgrund sozialisierter Erfahrungen nicht adäquat im Alltag gelebt, entsteht im Körper ein Ungleichgewicht.

Dieses empfindet der Körper als Stress. 

Mehr Hintergrund dazu: Homöostase - Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen; Stabilität des Verhältnisses von Blutdruck, Körpertemperatur, pH-Wert des Blutes u. a.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Selye

Wir re-agieren mit Fehlwahrnehmungen, Energieblockaden, Druck und Selbstzweifel.

Die Leistungsfähigkeit sinkt. Der verhinderte Musiker leidet möglicherweise sein Leben lang, weil er sein Potential nicht entfalten konnte. 

Mögliche Symptome für ein Ungleichgewicht

 … wie oft am Tag mache ich eine Faust in der Tasche?

… der andere sollte sich ändern...dann wäre alles gut …

… eigentlich wäre ich viel lieber woanders …

… die machen mich rasend vor Wut …

… sich anpassen...keine eigene Meinung haben … etc. 

Die Art, wie wir denken, prägt unsere Selbstgespräche und - so innen wie außen-  daraus resultieren unsere Haltung und Verhaltensweisen. 

Es prägt unser Selbstbild, worüber ich bereits hier und hier geschrieben habe.

Und wir haben nicht nur ein Selbstbild. Mal befinden wir uns im Selbst Real, im Selbst Ideal, im Fremd Real oder im Fremd Ideal oder gar im Fremd Gefordert – ‚wie ich glaube, dass andere mich wahrnehmen möchten‘.

Wir liefern uns den damit verbundenen angelernten Überzeugungen und Bewertungen aus und erzeugen die entsprechende Wirkung.

Manchmal haben wir Menschen einen Glauben, der sehr stark ist. Selbst wenn wir Beweise vorgelegt bekommen, die gegen den Glauben arbeiten, können wir diese neuen Beweise nicht akzeptieren. Es würde ein Gefühl erzeugen, das extrem unangenehm ist - die so genannte kognitive Dissonanz - und weil es so wichtig ist, die Überzeugung zu schützen, werden wir alles rationalisieren, ignorieren und sogar leugnen, was nicht in die Überzeugung passt. 

Das alles sind Stressfaktoren, die uns enorm viel Zeit, viel Kraft und viel Energie rauben. Wertvolle Ressourcen unnötig verschwendet. Kommunikation läuft aneinander vorbei und schafft jede Menge Missverständnisse. Wir sind nicht in Kontakt mit uns selbst, nicht im Einklang, geschweige denn mit unserem Gegenüber.

Wir verleugnen und vermeiden den Blick fürs Wesentliche, zelebrieren Selbstzweifel, werden krank. Wir bewahren die Ergebnisse der Gallup Studie, die immer noch viel zu hohe Prozentzahlen auswirft:  70% gehen nicht gern zur Arbeit.

Was tun, um die 15 %, die gerne ihrer Tätigkeit nachgehen, zu erhöhen?

Gallup, Ersteller:Eb (Informationen aus IPTC-Fotometadaten extrahiert)

Gallup, Ersteller: Eb (Informationen aus IPTC-Fotometadaten extrahiert) 

 

Müssen wir jetzt an die Gefühle ran? 

Mehr dazu im nächsten Beitrag. 

Herzliche Grüße,

Christiane Amini

 

LEAN ist super - Sehen & Verstehen ist der Schlüssel

LEAN ist super - Sehen & Verstehen ist der Schlüssel

Christiane Amini ist Impulsgeberin und Vermittlerin in Unternehmen auf ihrem Weg zu wirklicher Selbstorganisation sowie achtsamer Führung. Der LEAN-Gedanke, Vermeidung von Verschwendung jeglicher Art, ist bestechend einfach. In der Wertschöpfungskette sind alle Schritte optimal aufeinander abgestimmt, im Flow, und alles Überflüssige kann entfallen.

Im Talk mit Christiane Amini

Im Talk mit Christiane Amini

Christiane Amini, seit 1997 Gründerin und Geschäftsführerin von IQM - Inner Quality Matters, für New Leadership und Transformation. Im Talk mit Janine Kreienbrink spricht Christiane Amini über „LEAN ist super- Sehen & Verstehen ist der Schlüssel.“

Meditation ist ein Ordnungsprinzip – Achtsamkeit ein Schlüssel zum Erfolg

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Die erfolgreichsten Unternehmer der Welt haben Meditation in ihren Alltag übernommen und sagen, dass sie wesentlich zu ihrem Triumph beigetragen hat. Auch ich habe durch Meditieren viel über mich selbst gelernt, es war für mich der entscheidende Wendepunkt in Zeiten hohen Anforderungsdrucks. Als ich an einem Retreat für meine eigene Entwicklung teilnahm, war der Impuls gesetzt.

Auf Anhieb an die Spitze: Metecon GmbH zum Arbeitgeber des Jahres gewählt

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Wolfgang Clement würdigt Mannheimer Metecon GmbH für seine Arbeitgeberqualitäten in Berlin.